Pegah Ferydoni
Pegah Ferydoni wird am 25. Juni 1983 in Teheran geboren. Als sie zwei Jahre alt ist, flüchten ihre Eltern mit ihr nach Deutschland. Mutter und Vater sind selbst Künstler. Pegah wächst in Reinickendorf auf und singt im evangelischen Kirchenchor. Schon früh zeigt sich ihre Schauspielfreude. Bei Hospitanzen schnuppert sie Theaterluft. Ganz ohne Schauspielausbildung erhält sie 2003 die Hauptrolle im Kurzfilm „Skifahren unter Wasser“ von Philipp Stary. Eine befreundete Schauspielerin nimmt sie daraufhin in deren neu gegründeten Agentur unter Vertrag. Dies führt dazu, dass Pegah Ferydoni Gastauftritte in deutschen Krimiserien wie „Großstadtrevier“, „Der letzte Zeuge“ und „SOKO 5113“, „Ein Fall für Zwei“, „Tatort“ oder „Die Anwälte“ erhält.
Der große Durchbruch gelingt der jungen Schauspielerin allerdings mit der heiteren Serie „Türkisch für Anfänger“ im Jahr 2006. Darin mimt Pegah Ferydoni die streng gläubige, selbstbewusste und kopftuchtragende Muslimin Yagmur Öztürk. Bislang wurden drei Staffeln mit insgesamt 52 Folgen ausgestrahlt. Neben zahlreichen Nominierungen erhält die Serie unter anderem den Deutschen Fernsehpreis für die beste Serie (2006), den Adolf-Grimme-Preis (2007) sowie den Deutschen Civis-Fernsehpreis (2007) in der Kategorie „Unterhaltung“.
Weitere Fernsehfilme mit Pegah Ferydoni sind „Sklaven und Herren“ von Stefan Kornatz (2008), „Wenn wir uns begegnen“ von Sigi Rothemund (2007), „Notruf Hafenkante“ von Thomas Durchschlag (2007), „Freiwild“ von Manuel Siebenmann (2007), „Peer Gynt“ von Uwe Janson (2006), „Der König von Kreuzberg“ von Jan Becker (2004) und „Der letzte Zeuge“ von Bernhard Stephan (2004).
Neben ihren zahlreichen Fernsehrollen ist Pegah Ferydoni auch in vielen Kinofilmen zu sehen. So unter anderem im preisgekrönten Drama „Folge der Feder!“ (2004) von Nuray Sahin oder 2009 in Shirin Neshats „Women without Men“. 2009 erhält sie die Rolle der Lana in Til Schweigers „Zweiohrküken“ und wirkt außerdem im Abenteuerfilm „Hexe Lilli: Die Reise nach Mandolan“ mit. In AYLA übernimmt sie neben Mehdi Moinzadeh die Hauptrolle.
Pegah Ferydoni ist aber nicht nur schauspielerisch begabt. Seit 2002 steht sie mit ihrer Band „Shanghai Electric“ auf der Bühne und genießt hier ihre künstlerische Freiheit. Die Gruppe präsentiert unter anderem eine Mischung aus Jazz, Soul, R'n'B, Nu-Oriental und Funk. Ferydoni spricht neben Deutsch vier weitere Sprachen (Persisch, Englisch, Französisch, Türkisch) und lebt in Berlin. 2009 ist Pegah Ferydoni im Theater Ballhaus Naunynstraße in Berlin im Stück „Und der Herr schuf die Kuh“ von Abbas Maroufi zu sehen. Regie führt ihr Schauspielkollege aus AYLA Mehdi Moinzadeh. Zuvor ist die Aktrice in „Schwarze Jungfrauen“ nach Feridun Zaimoglu zu sehen. Die Uraufführung findet 2006 unter der Regie von Neco Celik im Theater Hebbel am Ufer in Berlin statt.
Im September 2009 wird der Film „Women without Men“ von Shirin Neshat, in dem Pegah Ferydoni eine der Hauptrollen spielt, mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie in Venedig ausgezeichnet.
